Griaß di, i bin der Doigbazler.
Manchmal verändert ein einziger Moment das ganze Leben.
Bei mir begann alles im Jahr 2013 während eines Motorradurlaubs am Lago di Bolsena in Mittelitalien.
Wir hatten ein wunderschönes Ferienhaus mit Garten, Pool und einem großen Holzpizzaofen. Voller Vorfreude kauften wir im Supermarkt frischen Pizzateig und die passenden Zutaten. Doch als wir den klebrigen Teig aus der Verpackung holten, standen wir zunächst ratlos da. Keiner wusste so richtig, wie daraus eine gute Pizza werden sollte.
Mit viel Mehl, noch mehr Improvisation und einer ordentlichen Portion Humor entstanden am Ende unsere ersten Pizzen.
Perfekt waren sie nicht. Aber an diesem Tag wurde eine Leidenschaft geboren.
Zurück in Augsburg ließ mich das Thema nicht mehr los. Aus gelegentlichen Pizzaabenden wurde ein Hobby, aus dem Hobby eine Leidenschaft und aus der Leidenschaft der Wunsch, das Pizzahandwerk wirklich zu verstehen.
Ich experimentierte mit Direktteig, Poolish, Biga, Autolyse und unterschiedlichsten Reifezeiten. Ich las Bücher, schaute unzählige Videos und beschäftigte mich immer intensiver mit der Frage:
Wie entsteht eine Pizza, die nicht nur gut schmeckt, sondern Menschen begeistert?
Heute arbeite ich mit 100 % Biga-Vorteig und einer Teigreife von mindestens 48 Stunden. Denn ich habe gelernt:
Der wichtigste Bestandteil eines außergewöhnlichen Pizzateiges ist nicht mehr Hefe – sondern Zeit.
Schon lange bevor aus meiner Leidenschaft ein richtiges Catering wurde, stand ich bei Gartenfesten, Straßenfesten und Geburtstagen am Pizzaofen. Ich backte für Freunde, Bekannte, Vereine und auch für meine Fahrschüler.
Dabei wurde mir immer wieder bewusst, was Pizza bewirken kann: Menschen stehen gemeinsam am Ofen, kommen ins Gespräch, probieren verschiedene Sorten und erleben, wie ihre Pizza frisch vor ihren Augen entsteht.
Mit jedem Fest wuchs nicht nur meine Erfahrung, sondern auch der Gedanke, aus meiner Leidenschaft mehr zu machen und dieses besondere Erlebnis zu den Menschen nach Hause oder direkt auf ihre Veranstaltung zu bringen.
So entstand nach und nach die Idee für mein mobiles Pizza-Catering.
Als echter Augsburger mit Wurzeln in Lechhausen und der Jakobervorstadt war für mich schnell klar, dass dieses Catering auch einen echten Augsburger Namen tragen sollte.Vielleicht hat dieser Gedanke auch mit meiner Familie zu tun.
Mein Urgroßvater betrieb eine Kutscherei am Jakobertor, mein Großvater führte dort seine Schusterei. Mein Vater, heute 90 Jahre alt, gründete 1965 die Fahrschule Graf in Pfersee und ist Gründungsmitglied des Kajakvereins Schwaben Augsburg.
Jede Generation unserer Familie hat auf ihre Weise ihre Spuren in Augsburg hinterlassen.
Mit dem Doigbazler möchte ich diese Geschichte auf meine eigene Art weiterschreiben – nicht mit Pferden, Schuhen oder Fahrschulautos, sondern mit handgemachter Pizza.
So entstand der Name: Der Doigbazler


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